Auszeichung - Natur im Harz

Natur

In Thale liegt der Eingang zum Bodetal. Er wird gesäumt von den Felsen des Hexentanzplatzes und der Roßtrappe, die sich hoch über die Stadt erheben. Das Tal steht bereits seit 1937 unter Naturschutz. Seine Berühmtheit verdankt es seinen steilen Felsschluchten und der ungezähmten Natur. Auf dem Grund schäumt das Wasser der reißenden Bode.

Der schönste Teil des zu Recht wild-romantisch genannten Bodetals erstreckt sich zwischen Thale und Treseburg. Die einmalige Gebirgsszenerie beflügelte Dichter wie Theodor Fontane, Joseph von Eichendorff und Friedrich Gottlieb Klopstock sowie unzählige Maler, darunter auch Caspar David Friedrich. Heinrich Heine und Johann Wolfgang von Goethe hatten eine derartige Schwäche für dieses Tal, dass sie die Schönheit in zahlreichen Gedichten besangen. Der "Goethefelsen" zeugt noch immer vom Besuch des Dichterfürsten, der sich hier von der mythischen Landschaft zur Walpurgisszene im "Faust" inspirieren ließ. Inspirierend ist auch die Teufelsmauer die bei den zu Thale gehörenden Orten Warnstedt und Weddersleben imposant über dem Harzvorland thron

Industrie-Kultur

Das Hüttenmuseum zeigt die Entwicklung von Eisenverhüttung und Eisenverarbeitung am Beispiel des Eisenhüttenwerkes Thale. 1686 noch eine karge Blechhütte, entstand daraus im 20. Jahrhundert einer der größten Industriebetriebe der Region. 1831 wurde hier die erste schmiedeeiserne Wagenachse hergestellt, 1835 das erste Geschirr-Emaillierwerk Europas gegründet. Die interaktive Ausstellung beschäftigt sich neben dem Alltagsleben der Arbeiter auch mit der Umweltgeschichte, sie analysiert die Wechselbeziehungen zwischen dem Wachsen des Werkes und den hier lebenden Menschen und thematisiert die Belastungen von Luft, Wasser und Boden und die ökologische Beseitigung von industriellen Altlasten. Im Mittelpunkt des Museums steht jedoch die 1911 konstruierte Walzenzugdampfmaschine, das eiserne Herzstück des alten Hüttenwerks.

Mythen

Das Bodetal, der Hexentanzplatz und die Roßtrappe waren wegen ihrer herausragenden Lage in vorgeschichtlicher Zeit Kultplätze von überregionaler Bedeutung. Ein großer Opferstein, gefunden auf dem Hexentanzplatz, ausgestellt in der Walpurgishalle, deutet auf eine Funktion als Kultstätte hin.

Der Sage nach versammelten sich zur Walpurgisnacht die Hexen auf dem Hexentanzplatz. Um ihren Bund mit dem Teufel zu feiern, tanzten sie ums Feuer und flogen anschließend mit ihren Besen auf dem Brocken. Heute treffen Sie mit etwas Glück die Hexen auch am Tage, bei einer Hexen- oder Kultstättenführung bzw. einer Wanderung auf dem Hexenstieg. Sie werden Augen machen.

Etwas gemütlicher geht es auf dem von Künstlern gestalteten Mythenweg zu. Auf ihm begegnet man am Brunnen der Weisheit dem Götterkönig Wotan. Wotan ist der Gott des Sturmes, der Weisheit, der Dicht-, Zauber- und Heilkunst und natürlich auch der Gott der Schlachten. Ein Stück weiter steht Sleipnir, Wotans schnelles Ross mit seinen acht Beinen. Das als heilig verehrte Tier, galoppierte einst leichtfüssig über Wolken, Wasser und Land der germanischen Welt.

Ein anderes Ross gab der Roßtrappe ihren Namen – das Pferd der Prinzessin Brunhilde. Auf der Flucht vor dem ungeliebten Ritter Bodo trug es die Königstochter mit einem gewaltigen Sprung über das Bodetal. Beim Aufprall auf dem Felsmassiv hinterließ es einen tiefen Hufabdruck – die Roßtrappe. Bodo, der Verfolger, stürzte in die Tiefe und gab dem Fluss seinen Namen. Brunhildes Sprung ist nicht zur Nachahmung empfohlen, ein Besuch des Pavillions dagegen sehr. Forscher meinen allerdings, der Felssporn sei Kultplatz und heilige Stätte.

Familie

Steht Ihnen der Sinn nach Nervenkitzel, dann sausen Sie am besten mit dem Harzbob 1000 m ins Tal hinab und mit dem Lift wieder hinauf. Im Bodetal ist noch mehr los. In den Funparks zwischen der Talstation von Kabinenbahn und Sessellift können Sie sich so richtig austoben. Über 20 Gelegenheiten zum spannenden Spiel-Spaß: Minigolf, Trampolin-Anlage, Mini Autos, Klettertum, Bumper Boote, Kindereisenbahn, Sky-Dive, Euro-Bungee, Butterfly, Nautic Jet etc. – Ihre Dreikäsehochs werden es lieben.

Genauso wie das Bau-Spiel-Haus. In diesem Spielparadies können die Knirpse bei jedem Wetter die Superwellenrutsche reiten, auf Trampolinen hüpfen, im Sand spielen und bauen, in Bällen baden oder nach Herzenslust schaukeln. Sie können sich ja inzwischen eine wohlverdiente Auszeit gönnen.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Hexentanzpatz. Fahren Sie mit der Kabinenbahn und bestaunen Sie Thale und das Bodetal von oben. Doch damit nicht genug. Im Tierpark bevölkern 70 verschiedene Arten die Gehege und das Bergtheater bietet ein besonderes Theatervergnügen. Open-Air für Groß und Klein.

Aktiv

Auf vielen Kilometern ausgeschilderter Wanderwege können Sie wandern oder nordic-walken und auf einem ganz besonderen Weg die Harzer Hexen besuchen. Er führt Sie über den Brocken in den Oberharz – der Harzer-Hexen-Stieg.

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Kabinenbahn zum Hexentanzplatz Thale Hüttenmuseum Thale Harzbob am Hexentanzplatz Harzer Bergtheater Gottvater Wotan am  Brunnen der Weisheit – Mythenweg Thale Wandern im Bodetal

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