Selketal-Stieg

 

Das Selketal lässt sich auf viele Weisen erleben. Wenn Sie die pure Natur in vollen Zügen genießen, die abwechslungsreichen Landschaften ausgiebig bewundern und die lebendige Geschichte unverfälscht erfahren wollen, dann machen Sie sich auf den Weg. Zu Fuß – auf dem Selketal-Stieg. Der Anfangspunkt des 67 km langen Wanderweges befindet sich in Stiege – am Bahnhof der Selketalbahn. Nach einigen Kilometern passieren Sie eine der Selkequellen. Noch ganz unscheinbar schlängelt sie sich durch die Landschaft. Ein kleiner Stichweg erlaubt einen Abstecher zu den Grundmauern der Kirche Selkenfeldes – einem Erinnerungsort an die Herrschaftszeit der Ottonen vor etwa 1000 Jahren. Hinter dem Albrechtshaus verlassen Sie das Herzogtum Anhalt. Es ist kaum mehr zu spüren, aber es ist eine klimatische, politische und sprachliche Grenze die Sie überschreiten. Der Selketal-Stieg führt Sie weiter durch das Naturschutzgebiet Oberes Selketal zum Mühlteich in Güntersberge und nach Straßberg. Sie haben eine Region des Bergbaus durchwandert. Blei, Silber, Kupfer, Schwefel und Flussspat wurden hier gefördert. Weiter geht's in Richtung Bahnhof Silberhütte, vorbei am Unterharzer Waldhof und dem Kunst- und Naturhof Hänichen. Sogar einen wunderschönen Blick zum Brocken können Sie von hier erhaschen.

Als nächstes wird Alexisbad passiert. Im ersten Badeort Anhalts entstand hier zur Blütezeit des Bades das reizvolle Gebäudeensemble um den Kurplatz. In Alexisbad beginnt der Klippenweg. Er verbindet den Habichtsteinfelsen mit dem Felsen der Schalkenburg und der Mägdetrappe. Erinnerungsstätten und Aussichtspunkte, oftmals gestaltet mit Objekten aus künstlerischem Eisenguss, lassen Sie immer wieder Neues, Faszinierendes und Geschichtliches erfahren. Der Klippenweg ist es auch, der Sie oberhalb des Friedensdenkmals über die Rodelbahn führt. Es ist nicht irgendeine Naturrodelbahn, sondern mit 1.100 m die Längste des Harzes. Sie gelangen auf dem Pionierweg durch einen Tunnel zur Mägdetrappe. Das Kreuz an diesem Aussichtspunkt wurde Herzog Alexis von seiner Tochter Luise gewidmet. Von hier lässt sich das Selketal aufwärts in seiner ganzen Schönheit betrachten.

Der Selketal-Stieg führt weiter in den ehemaligen Hüttenort Mägdesprung. Beim näheren Umsehen werden Ihnen hier weitere Gussplastiken auffallen. Neben Medaillen und Reliefplastiken ist es vor allem die berühmte lebensgroße Jagdszene „Der besiegte Hirsch“ die Ihnen im Gedächtnis bleiben wird. Durch die Herstellung solcher Kunstwerke wurde Mägdesprung im 19. Jh. weit über den Harz hinaus bekannt. Die Selketalbahn verlässt hier das Tal und schnauft über die Berge in Richtung Gernrode über Bad Suderode bis nach Quedlinburg. Sie aber folgen weiter dem Lauf der Selke.

Hinter dem Carlswerk Mägdesprung quert der Weg auf einer Brücke die Selke. An der sogenannten „Lampe“ erreichen Sie die engste Stelle des Tales. Nur etwa 15 m beträgt hier der Abstand zwischen den Felsformationen. Weiter am südlichen Selkeufer entlang erreichen Sie die Selkemühle. Ein Abstecher zur Burgruine Anhalt bietet sich an. Das Tal wird nun weiter und zeigt sich von seiner lieblichen Seite. Auf 8 km Länge, befreit von jeglichem Verkehr, führt der Weg durch das Naturschutzgebiet und lässt Sie die einzigartige Flora und Fauna bestaunen. Das nächste Ziel ist die Burg Falkenstein. Zu ihr gelangen Sie, wenn Sie hinter der Thalmühle rechts auf den Eselstieg abbiegen. Der Selketal-Stieg führt weiter nach Meisdorf mit seinem von den Asseburgern errichteten Barockschloss. Bevor der Weg am 18-Loch Golfplatz vorbei nach Ballenstedt führt, verabschiedet sich die Selke. Der weite Blick in das Harzvorland und auf die beeindruckenden Sandsteinfelsen der Gegensteine, entschädigen dafür. Der Schlosspark von Ballenstedt mit der Wasserachse im italienischen Stil, lädt zum längeren Verweilen ein. Vorbei an der Roseburg geht es am Harzrand entlang nach Gernrode. Am Osterteich treffen Sie wieder auf die Selketalbahn. Der mehr als 1.000 Jahre alte Bau der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode ist seit der Zeit der Ottonen nahezu unverändert. Im südlichen Seitenschiff beherbergt er einen außergewöhnlichen Raum – die älteste Nachbildung des Grabes Christi in Deutschland. Auf dem Panoramaweg gelangen Sie nach Bad Suderode und weiter in Richtung Quarmbeck. An der Dreibogenbrücke überqueren Sie den Quarmbach. Bevor der Schlossberg von Quedlinburg mit der erhabenen Stiftskirche im Blickfeld erscheint, können Sie links die bizarren Sandsteinformationen der Teufelsmauer bestaunen. Durch den Brühlpark und den Wordgarten erreichen Sie die Altstadt von Quedlinburg – den Endpunkt des Selketal-Stiegs.

Der Bahnhof von Quedlinburg kann aber auch der Anfang des Selketal-Stiegs sein, schließlich sind Quedlinburg und Stiege mit der Selketalbahn verbunden. Ob Sie nun in Quedlinburg oder Stiege starten, oder ob Sie unterwegs ein- oder aussteigen – auf dem Selketal-Stieg können Sie Wanderungen und Fahrten mit der Schmalspurbahn auf vielfältige Weise kombinieren.



Im Selketal
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Ein Weg verbindet Natur und Geschichte, Aussichtspunkte und Stätten der Einkehr. Der Selketal-Stieg - das Wanderparadies im Unterharz.

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